Punkte Rechts

Das Produkt – gorithma

Im Zeitalter undurchschaubarer Elektronik auf Tastendruck droht die Zahlen- und Mengenvorstellung bei manchen Kindern verloren zu gehen. gorithma ermöglicht den Umgang mit freien Mengen in Form von Kugeln innerhalb des Zehnersystems bis hundert. Es eignet sich zur Lösung von Rechenaufgaben sowie als Spielzeug. Die Auffangschiene des Modells dient nicht nur als Zählleiste, sondern zeigt das Einmetermaß mit 100 Zentimetern.

Zur spielerischen Erkundung des Rechenkugelgeräts gorithma lädt schon das Einfüllen und vor allem Auslassen der Kugeln ein. Bei Verkaufsspielen etwa lässt sich das gorithma als Registrierkasse gebrauchen, der Punktestand von Wettspielen lässt sich festhalten, oder es lässt sich “Schule“ damit spielen. Dazu kann auf der freien Fläche der Stellage Tafelfolie angebracht werden, um darauf Aufgaben zu notieren. Die Rückseite der Stellage mit Kork bezogen wird zum Schwarzen Brett oder sie erfüllt einen anderen Zweck.

Die 100 beigelegten Kugeln a 10 mm sind aus Stahl, weil sie reibungslos in der Holzbahn laufen. Sie erlauben außerdem den Einsatz des Magnets bei der Subtraktion. Der Umgang mit dem gorithma sollte unter Aufsicht oder nach Einweisung von Erwachsenen erfolgen, um die Einzelteile sachgerecht zu verwenden und zusammenzuhalten. Zum Auffangen der Kugeln wird die an der Platte aufgehängte durchsichtige Box abgenommen und unter den Auslaufhebel der Meterschiene gestellt. Möglich ist es, auch ein zweites gorithma auf der Rückseite zu befestigen. Grundsätzlich lässt sich gorithma auch mittels zweier Schrauben an jeder Wand befestigen.

Achtung: Es besteht bei Kindern unter vier Jahren die Gefahr des Verschluckens von Kleinteilen und der Verletzung. Eine Aufsicht beim Einsatz von gorithma ist angeraten.

 

gorithma junior

Auf Anregung von Erziehern und Lehrkräften während der Testphase von gorithma wurde ein Zwei-Bahnen-Modell mit zwanzig Tischtennisbällen für den Einsatz im Vorschulalter entwickelt: gorithm junior. Damit können Kinder den Zahlenraum bis 20 erkunden. Die Bälle sind auf zwei Schienen mit je zehn verteilt und laufen über eine Kippschiene auf der Zählleiste bis 20 zusammen. Auch hier beobachten die Kinder die Bildung von Mengen mittels Hinzufügen und Wegnehmen und können auf der Sammelschiene den Zweier, Vierer, Fünfer und Zehner unterteilen. Weiterhin wird die Koordination und Feinmotorik der Kinder beim Spiel mit den Bällen herausgefordert.

Die Bälle haben die Größe genormter Tischtennisbälle und sind so leicht nachzukaufen.

gorithm junior und gorithma sind von der Aufhängung her an der Stellage kompatibel.

 

Doch was lässt sich denn nun an dem gorithma sehen, ablesen, beobachten oder lernen?

Die folgenden Betrachtungs-und Einsatzweisen der Kugeln folgen dem Plan, das Rechnen im Zehnersystem mit allen vier Grundrechenarten zu erlernen.

  1. Der Abstand einer Zahl zur Zehn zeigt sich in der Röhre als Leerstelle von der eingefüllten Kugelanzahl an nach oben bis zur 10.  Wer will, kann den Abstand auch mit anders farbigen Kugeln, Schussern oder Murmeln von genau 10mm auffüllen, im Handel leicht erhältlich.
  2. Die Zusammensetzung einer Zahl im Zehnerraum lässt sich wiederum besonders gut mit farbigen Kugeln demonstrieren. So besteht die Fünf aus 5 + 0, 0 + 5, 4 + 1, 1 + 4, 2 + 3 und 3 + 2
  3. Diese beiden ersten Operationen mit einer Zahl schaffen das Vorwissen, um über den Zehner rechnen zu können.
  4. Die Betrachtung der ausgelassenen Kugeln auf der Meterleiste dient beim Addieren und vor allem beim Multiplizieren dem direkten Ablesen von Rechenergebnissen.

Beim Dividieren ist die oben in den Röhren aufgeteilte Zahl als Quotient ablesbar. Vor dem Aufteilen kann die aufzuteilende Menge auf der unteren Leiste zurechtgelegt werden. Mit den Kugeln – nach dem Aufteilen nochmals zum Ganzen herausgelassen – kann auf der Leiste die Aufteilung in Wiederholung nochmals mit den Steckern ausgeübt werden – dazu die Löcher in der Leiste.

Das Subtrahieren erfolgt in der Röhre, indem mit einem beigelegten Magnet die verbleibenden Kugeln festgehalten und die abzuziehenden ausgelassen werden. Die Röhre anschließend mit dem Holzschieber verschlossen, fängt die ohne Magnet verbliebenen Kugeln auf. Nimmt man die abgezogenen Kugeln aus der Schiene, kann die Differenz auch wieder unten gesondert auf der Meterleiste betrachtet werden. Oder man ergänzt – unter Einsatz einer der Holzstecker zur Markierung – als Umkehrung der Subtraktion mit den Kugeln aus der Röhre zur Ursprungsmenge. Das Minus-Rechnen mehrstelliger Zahlen erfolgt von rechts nach links, um das Ergebnis von links nach rechts ablesen zu können.

Zu allen vier Rechenarten bieten sich beim Betrachten der Kugeln die Umkehraufgaben an.